Der
hier zu beschreibende Apparat .hat den
Zweck.
ein am Orte A befindiiches Object an
einem
beliehigen
anderen Orte B sichtbar zu
machen:
derselbe wird durch die beiliegenden
Zeichhungen
des Näheren dargestellt.
In
Fig. 1 ist T eine
leichte Scheibe, welche
durch
ein Uhrwerk schnell, aber gleichmässsig
um
ihre Achse gedreht werden kann.
D1, D2,
D3...
sind durch die Scheibe gebohrte,. auf eine Spirale in gleichmässigen Abständen vertheilte Oefnungen.
Fig.
2 zeigt die
Scheibe T
im Querschnitt:
D
ist eine der erwähnten Oeffnungen mit der
zweckmässigen
Form der
Scheibenwandung,
F
die
Achse, welche durch ein Zahnrad mit
Einem
Uhrwerk in Verbindung steht.
In dem
Rohr
H lässt sich
eine convexe Linse G mit
ihrer
Fassung verschieben.
H ist
so gelagert,
dass
man bei einer
Umdrehung der Scheibe Oefnungen
D1,
D2, D3, ... durch die Linse G sehen kann : der
Durchmesser
von H ist so gewählt das nur immer eine
einzige Oeffnung sichbar ist.
Das Rohr J, welches H gerade
gegenüber
auf der anderen Seite der Scheibe T
angeordnet
ist, wird einerseits durch die Linse K,
anderseits
durch den
Hohlspiegel C geschlossen
:
es
hat denselben Durchmesser wie H und ist an den Innenwänden
durch Politur reflexionfähig
gemacht. Die
im Hintergrunde
von J angebrachte
Selenzelle L
ist in den
Stromkreis
L M N eingeschaltet; in demselben
ist
Stromquelle. N eine
auf einer
Station
II angeordnete Spule.
Fig.
3 stellt die Station II dar.
Die Spule N
ist.
um den Körper O
gewickelt, welcher gezeignet ist,
die Polarisationsebene eines ihn durchlaufenden
polarisirten Lichtstrahles unter
dem
Einfluss eines die Spirale durchstreichenden
elektrischen
Stromes zu drehen, z. B. ein Cylinder aus Faraday'schem schweren
Glase oder
eine
mit Schwefelkohlensroff gefüllte, beiderseits
durch
ebene Glasplatten geschlossene Röhre.
P
ist eine Lichtquelle,
Q eine convexe Linse,
R
und S sind Nicol'sche Prismen, T1
.ist eine
zweite
Scheibe, welche der beschriebenen durchaus
gleicht, auch ebenso schnell gedreht wird
wie
T. Das Rohr U endlich ist dem Apparatsatz
Q R O S gerade gegenüber auf der anderen Seite der
Scheibe T1, angebracht; es hat
denselben
Durchmesser wie H und J;
das
Auge
V sieht bei ciner Umdrehung der Scheibe T,
alle
Oeffnungen D1, D2, D3 . . .
nach
einander
in
seinern Gesichtsfelde.
Der
Apparat wird in folgender Weise in
Betrieb gesetzt:
Nachdem
man durch Bedecken der Linse G
die
Selenzelle L von allem Lichte abgeschnitten
hat,
schliesst man den Stromkreis L M N und
lasst
auf II
den Analysator S
so stellen,
dass
alles
von
P
kommende
Licht,
nachdem
es
durch
Q parallel gemacht und durch R polarisirt
worden,
ausgelöscht
wird,
dass
also
das Auge V die gerade in seinem Gesichtsfelde
befindliche Oeffnung der Scheibe T, nicht beleuchtet
sieht.
Nun wirst man
mittelst
der
Linse
G ein reelles Bild des wiederzugcbenden
Objectes
auf die Scheibe T und setzt diese
selbst
und
die
Scheibe T,
in
gleichmässige,
gleich
schnelle Bewegung.
In demselben Momente, in dem etwa die Oeffnung D20 in das
von
G entworfene Bild eintritt, muss auch die gleichnamige
Oeffnung der Scheibe T1 im Gesichttfelde
des
Auges
V
erscheinen.
Bei
jeder
vollen
Umdrehung
der
Scheibe
T
wird
die
ganze
Fläche
des
von
G
entworfenen
Bildes
von
den
Oeffnungen
D1,
D2, D3...
bestrichen,
die
Bahnen
derselben
sind
dicht
neben
einander
liegende
Linien,
ebenso
bestreichen
die
durch
die
Scheiben
T1
gebohnen
Oeffnungen
das
ganze
Gesichtsfeld
des
Auges
V.
So
oft
nun
eine
der
Oeffnungen
D1,
D2, D3, .
..
auf
eine
Lichtstelle
des
von
G
entworfenen
Bildes
trifft,
fällt
das
Licht
durch
die
Linse
K
und
den
Hohlspiegel
C
concentrirt
auf
die
Selenzelle
L,
die
Selenzelle
verringert
ihren
ektrischen
Widerstand, der
durch
L
M
N
kreisende
Strom
wird
verstärkt,
die
Ebene,
in
welcher
das
von
P
kommende
Licht
polarisirt
ist,
wird
stärker
gedreht,
das
nicht
mehr
ganz
durch
S
ausgelöschte
Licht
dringt
durch
die gleichnanmige
Oeffnung
der
Scheibe
T,
in
das
Auge
V.
So
oft
also
one
Oeffnung
der
Scheibe
T
auf
eine
Lichtstelle
des von
G
gelieferten
Bildes
trifft,
sieht
auch
das
Auge
V
Lichtpunkte,
und
zwar
ganz
an
den
entsprechenden
Stellen
seines
Gesichtsfeldes;
da
es
nun
aber
einen
momentanen
Lichteindruck
0,1
bis
0,5
Secunden
empfindet,
so
siebt
es
nicht
die
Punkte
nach
einander,
sondem
neben
einander,
aiso
ein
einheitliches
Bild,
wenn
beide
Scheiben
in
0,1
Secunde
eine
Umdrehung
vollenden.
Anstatt
dfr Scheiben T
und T1
kann man
auch
Apparate, wie sie bei den Pan- und
Copirtelegraphen
verwendet werden, benutzen,
indem
man anstatt des Contactsiftes, welcher
die
ganze Bildfläche befährt, eine Oeffnung anordnet, durch welche
allein Licht von der einen Seite des Apparates zur anderen
gelangen kann.
Stellt
man
in
einem
gewissen
Winkel
vom
Rohre
H1
den
Mittelpunkt
der
Scheibe
als
Scheitel
genommen,
einen
zweiten
Apparatsatz
G'
H'
J'
K'
L'
C'
auf,
verbindet
L'
mit
einer
zweiten
Batterie
M’
und
cuiem
zweiten,
auf
Station
II
entsprechend
gelagerten
Apparatsatz
N'
O'
P'
Q'
R'
S'
U',
so
sieht
man
durch
U
und
U’
binocular
und
stereoskop.
An
den
Scheiben
T
und T1
können
noch
mehrere
Röhrenpaare
H
J
u.
s.
w.
angebracht
werden,
so
dass
man
nach
verschiedenen
Seiten
elektroteleskopisch
verkehren
kann,
ohne
neuer
Scheiben
zu
bedürfen.
Man
schliesst zweckmässig den Stromkreis L
M
auf
I durch eine primäre Spule, die Enden
einer
um diese
gewundenen Secundärspule
führt
man nach II, muss dann aber den Analysator S
so stellen, dass, wenn ein negativer
Strom
von bestimmter Stärke die Spule N
durchläuft,
alles Licht ausgelöscht wird, dass
die
Stärke des Lichtes mit schwimdendem negativen Strom, mit
Stromlosigkeit, eintretendem und wachsendem positiven Strom
zunimmt, oder umgekehrt.